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Mona Mur

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"... Mona Mur hat Stimme. Eine Stimme mit Charakter, tief und bedrohlich, erotisch fordernd, kühl und berührend." (MusikExpress, 1988)

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Diese Stimme berührt seit nunmehr über zwanzig Jahren, seit Mona Mur mit den Mietern ihre erste Single "Jerszcze Polska" vorstellte. Und gleich diese erste Veröffentlichung war in vieler Hinsicht typisch - sie war durch und durch persönlich, intensiv, rau und dunkel. Ihre polnischen Wurzeln hatten den Text bestimmt, und bei der musikalischen Umsetzung wirkten Musiker der Einstürzenden Neubauten mit.

Mona Mur gehört seitdem zu den wenigen deutschen Sängerinnen, die in Eigenregie dunkle, aggressive Sounds zwischen Industrial, Avantgarde und orchestrierten großen Gesten erforschten.
Während der Punkexplosion war sie, auf der Suche nach den zornigen Sounds der Zeit, durch ihre Heimatstadt Hamburg gestreift. Sie fand sie im Umfeld von Bands wie 'Abwärts' und den 'Einstürzenden Neubauten' und wurde schnell selbst aktiv. "Jerszcze Polska" wurde im britischen New Musical Express zur Single der Woche gekürt, aber Mona Mur und die Mieter verweigerten sich der kommerziellen Karriere und lösten sich konsequenterweise auf. Es ging nicht um Erfolg, es ging um die Umsetzung des Zorns in ihrem Innern, um wild gelebtes Gefühl.

Diesem Pfad folgte sie durch die Achtziger. Mona Mur lebte in Paris und in Berlin ein wildes Leben, das die schwarzen Seiten ihrer folgenden musikalischen Projekte prägte. Sie gründete eine neue Band, die nun auch verstärkt live auftrat, spielte neue Songs ein und veröffentlichte 1988 ihr erstes Soloalbum "Mona Mur", bei dem unter anderem die Stranglers-Musiker J.J. Burnel und Dave Greenfield mitwirkten. Dieter Meier von Yello übernahm die Produktion, und seine Idee war es auch, das nächste Album in Warschau einzuspielen.

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"Warsaw", bei dem Mona Mur unter anderem von der Warschauer Philharmonie begleitet wurde, hätte der Höhepunkt der schwarzen Romantik werden können, der sie sich in den letzten Jahren hingegeben hatte. Stattdessen wurde dieses Album zum Wendepunkt: Die Veröffentlichung scheiterte und Mona Mur hörte eine Weile auf zu singen und begann nach neuen Wegen zu suchen, sich musikalisch auszudrücken.

Die Neunziger sahen eine neue Mona Mur. Sie ließ das wilde Leben hinter sich, reiste mehrmals nach Indien und machte dort Erfahrungen, die sie, wie sie selbst sagte, "Demut lehrten". Sie begann zudem, die starke Energie in sich nicht nur durch Musik, sondern auch körperlich durch Taekwondo herauszulassen. Nach jahrelangem intensivem Training gehörte sie 1999 und 2000 zum deutschen Nationalteam dieser Kampfkunst, und 2002 erreichte sie den 3. DAN-Grad. Taekwondo lehrte sie Disziplin und vermittelte ihr die Überzeugung: "Wenn ich ein Talent mitbekommen habe, dann habe ich die verdammte Pflicht, etwas damit zu machen."

1995 sang sie wieder. Gemeinsam mit Christian St. Clair alias Der Abt entstanden neue Aufnahmen, die jedoch wieder nicht veröffentlicht wurden, aber Mona Mur schlug gleichzeitig einen anderen Weg ein. Mit monamur musikproduktion schuf sie Sounddesign für Filme, Animationen, Installationen und vor allem Computerspiele. Und sie begann neue Songs zu schreiben, in denen nun nicht mehr nur persönlich Erlebtes im Mittelpunkt stand, sondern universelle Wahrheiten. Visionäre Poesie und sakrale Texte wie das Rigveda inspirierten sie dabei ebenso sehr wie Science-Fiction-Autoren. Sie begann noch stärker als zuvor, die Formen vor ihrem inneren Auge musikalisch umzusetzen.

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Drei ihrer Songs, "Snake", "My Man" und "Into Your Eye" fanden ihren Weg auf den Soundtrack zum Film "Gegen die Wand", der auf der Berlinale 2004 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde.

Die frühen Tondokumente Mona Murs sind heute längst Sammlerstücke, die Originale von "Jeszcze Polska", "Surabaya Johnny" oder auch der Solo-CD "Mona Mur" lange schon vergriffen.

"Into Your Eye" vereint nun diese verschollenen Werke mit Ausschnitten derer, die bisher nie veröffentlicht wurden, und zeigt damit den ganzen Bogen vom Zorn der frühen Jahre bis zur den meditativen, in sich ruhenden Reife der heutigen Zeit.
Sie stehen als Zeugnisse einer unabhängigen Musikkultur, die nicht auf kurzlebige Erfolge schielt, sondern etwas Echtes transportiert. Mona Mur entfaltet Landschaften aus Klang, mal rau, karg, gefährlich, mal geheimnisvoll, dunkel und im Innersten vertraut. (Quelle: Kirsten Borchardt, Zillo Magazin März 2004)

Mit freundlicher Genehmigung von Dark Dimensions


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